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Am Sonntag in einer Woche führt
die rechtsextreme Partei eine Kundgebung in Burgdorf durch.
Am 8. März demonstriert die Pnos in Burgdorf gegen die Rassismus-Strafnorm.
Der Gemeinderat hat die Kundgebung auf Anweisung des Regierungsstatthalteramts
bewilligt, allerdings mit Auflagen.
Bereits im vergangenen Juni hatte die Pnos angekündigt, sie
wolle Anfang Januar 2009 durch Burgdorf marschieren, dies unter
dem Motto: «Für Meinungsfreiheit Antirassismusgesetz
abschaffen!». Doch der Gemeinderat lehnte das eingereichte
Demogesuch im Spätherbst ab. Mitte Dezember erhob die Burgdorfer
Pnos-Sektion Beschwerde beim Regierungsstatthalteramt, wie Statthalter
Franz Haussener bestätigt. Dieser entschied noch vor Jahresende
2008 und stützte einerseits die gemeinderätliche Absage
für den ersten Sonntag im Januar, wies jedoch andererseits
die Burgdorfer Exekutive an, nach Ende Januar eine entsprechende
Kundgebung zu bewilligen. Sie solle sich vorher zusammen
mit der Stadt- und der Kantonspolizei mit dem Gesuchsteller
über Termin, Route und Mobilisierung verständigen.
Die Stadt habe «an sich kein Interesse, dass die Pnos eine
Demo durchführt», erklärt Stadtschreiber Roman Schenk
auf Anfrage, aber die Stadt könne eine Kundgebung nicht grundsätzlich
verbieten. Die nun erteilte Bewilligung gilt für den 8. März,
nachmittags von 2 bis 4 Uhr und sieht einen Demonstrationszug vor,
der auch die Oberstadt passiert. Der Marsch wird begleitet von vier
Trommlern, das Mitführen von Megafonen ist jedoch nicht zugelassen.
Eingeplant sind zwei kurze, rund fünfminütige Reden. Die
Pnos muss einen eigenen Sicherheitsdienst organisieren. Nicht gestattet
ist der Pnos das geplante Mittragen eines Sarges.
Die Pnos verpflichtete sich aber auch, für die Kundgebung
nicht über das Internet zu mobilisieren. Bereits Mitte vergangener
Woche versandte die rechtsextreme Partei ein SMS an Mitglieder und
Sympathisanten, versehen mit der Aufforderung: «Kantons- und
Schweizer Fahnen mitnehmen!». Ein übereifriger Empfänger,
gemäss verschiedenen Hinweisen ein Mann aus dem Luzerner Hinterland,
stellte diesen Aufruf jedoch umgehend wenn auch ohne Angabe
von Treffpunkt und genauem Zeitpunkt ins Forum des Naziskin-Netzwerkes
Blood and Honour und machte ihn damit auch über die Partei
hinaus bekannt.
Erst vor Monatsfrist waren fünf ehemalige und aktuelle Pnos-Vorstandsmitglieder
wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm vom Bezirksgericht
Aarau verurteilt worden. Die Abschaffung der Strafnorm ist allerdings
vorerst vom Tisch. Eine Volksinitiative der Schweizer Demokraten
(SD) ist gerade vor wenigen Wochen gescheitert, weil die Partei
die notwendigen Unterschriften nicht zusammengebracht hat. Auch
die Pnos unterstützte das Begehren.
Hans Stutz
Der Bund, 26. Februar 2009
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