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Pnos gab Holocaust-Leugner Bernhard
Schaub Plattform für seine Propaganda
Vor vier Jahren verliess der Holocaust-Leugner Bernhard Schaub
die Partei National Orientierter Schweizer (Pnos), nachdem er bei
der Abfassung des ersten Parteiprogramms mitgeholfen hatte. Jetzt
meldet er sich zurück: Eingeladen von der Pnos-Sektion Küssnacht
am Rigi SZ, sprach er am Samstag vor einer Woche vor rund sechzig
Mitgliedern und Sympathisanten. Ein im Internet veröffentlichtes
Foto zeigt vor allem junge Menschen bis auf wenige Ausnahmen
Männer. Schaub habe, so die Parteisektion auf ihrer Homepage,
über die Bedeutung von Volk, Staat und Nation und die fortwährende
Aushöhlung der Staaten durch die Zersetzung ihrer Staatsvölker
gesprochen.
Michael Haldimann, stellvertretender Pnos-Sprecher, sagt, Schaub
sei nicht Parteimitglied. Auch seien keine weiteren Veranstaltungen
mit ihm geplant.
Bernhard Schaub war Mitte November 2007 vom Bezirksgericht Dornach
SO wegen Verstosses gegen das Antirassismusgesetz zu einer bedingten
Freiheitsstrafe verurteilt worden. Sein radikal nationalsozialistischer
Kurs war selbst in der rechtsextremen Partei umstritten gewesen:
Jonas Gysin, ehemaliger Pnos-Präsident, befand nach Schaubs
Abgang in einem internen Mail, dass dieser «starrsinnig und
blind für das Resultat» seines Wirkens gewesen sei.
Die Pnos verteidigt auch andere Holocaust-Leugner. Letzten Montag
verurteilte das Landgericht Mannheim die deutsche Anwältin
Sylvia Stolz, Partnerin des ehemaligen RAF-Anwaltes und Rechtsextremisten
Horst Mahler, unter anderem wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe.
Die Pnos bezeichnete das Urteil als «üble Gesinnungsjustiz».
Hans Stutz
SonntagsZeitung, 20. Januar 2008
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