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Holocaust-Leugner Bernhard Schaub, Vorsitzender des einschlägigen
bekannten Vereins zur Rehabilitierung der wegen des Bestreitens
des Holocaust Verfolgten (VRBHV), hatte noch Mitte Dezember an der
Teheraner Holocaust-Konferenz seinen Gastgebern zugerufen: "Wir
europäischen Kämpfer für Recht und Wahrheit haben
denselben Feind." Es sei "der Menschenverderber, der mit
Hilfe amerikanischer Kampfelefanten die ganze Welt dem jüdischen
Kapital unterwerfen" wolle. Nun will Schaub - zusammen mit
dem Historiker und NPD-Mitarbeiter Olaf Rose - Mitte März in
der norddeutschen Kleinstadt Vlotho eine mehrtägige "Geschichtswerkstatt"
für 16- bis 25-Jährige bestreiten. Dies kündigt die
Zeitschrift "Nation Europa" in ihrer Märznummer an.
Stattfinden soll die Veranstaltung im Collegium Humanum, einer rechtsextremen
Tagungsstätte, in der sich Schaub in den vergangenen Jahren
mehrmals produziert hat und wo Anfang November 2003 auch der Holocaust-Leugnerverein
VRBHV gegründet wurde.
Schaub wird sich allerdings mit gemischten Gefühlen an einen
seiner letzten Besuche in Vlotho erinnern. Mitte November 2006 hatten
verschiedene Rechtsextremisten, darunter Schaub, eine Podiumsdiskussion
des lokalen "Bündnis gegen das Collegium Humanum"
mit provokanten Interventionen stören wollen. Demokratiefeind
Schaub beispielsweise hatte, so berichteten lokale Medien, die Anwesenden
aufgefordert, Argumente für das Collegium zu finden und nicht
nur gegnerische. Einigen anderen Rechtsextremisten, darunter die
Collegium Humanum-Vorsitzende Ursula Haverbeck und der Holocaust-Leugner
Horst Mahler, war der Zutritt zum Saal verweigert worden. Sie wurden
später polizeilich abgeführt. Detail am Rande: Es waren
lokale Antifaschisten, die für die unzureichend informierten
Polizeibeamten die Rechtsextremisten identifizieren mussten.
Hans Stutz
Tachles, 9. März 2007
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