Flugblätter und Sprayereien
Der CICAD-Rapport unterteilt die Vorfälle in «gravierende», in «ernsthafte» und in «beunruhigende» Vorfälle. Als «gravierend» im vergangenen Jahr 2005 erachtet die CICAD zwei Vorfälle, das Versprayen einer Genfer Synagoge mit Hakenkreuzen und Slogans wie «Vive Hitler», «Gaze les Juifs», und zweitens die Schändung des jüdischen Friedhofes von Vevey-Montreux. Zwar haben die Täter weder Inschriften noch Zeichen hinterlassen, doch den benachbarten christlichen Friedhof liessen sie unberührt.
Zu den «ernsthaften» Vorfällen zählt die CICAD alle jene Taten, die Angriffe auf die Integrität von Menschen und Sachen sind, unter anderem Zuschriften, Beleidigungen, wie auch das gezielte Verbreiten antisemitischer Publikationen und Sprayereien: Beispielsweise das zweimalige Versenden von antisemitischen Flugblättern an sieben Vertreter jüdischer Organisationen, beispielsweise Sprayereien bei der Ecole Internationale de Genève, wie auch die antisemitischen Beschimpfungen und Bedrohungen eines Schülers an derselben Schule. Zu den ernsthaften Vorfällen zählt auch die Verweigerung der Zivilschutzunterkunft des jurassischen Dörfchens Le Bémont für eine jüdische Jugendorganisation. Die Verwalterin hatte dabei gesagt, sie befürchte, man wolle ein Attentat vorbereiten. Auch das Neonazi-Konzert von Mitte September 2005 im deutschsprachigen Oberwallis beansprucht die CICAD für die französischsprachige Schweiz. Ingesamt 49 «ernsthafte» Vorfälle zählt die CICAD, sie verteilen sich auf gerade einmal 16 Ereignisse.
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