Am Mittwoch-Nachmittag fand in Châtel-Saint-Denis/Kanton Fribourg der Zivilprozess gegen die Verantwortlichen von "Vérité et Justice" (V&J) statt, der Vereinigung der Schweizer Holocaust-Leugner. Vor dem Bezirksgericht Veveyse erschienen Philppe Brennenstuhl, Vize-Präsident und René-Louis Berclaz, Sekretär. Abwesend war der Vereinspräsident Jürgen Graf, der zu 15 Monaten Gefängnis verurteilte Justiz-Flüchtling. Die Freiburger Staatsanwaltschaft verlangte die Auflösung des Vereins "Vérité et Justice" (V&J), da die Vereinigung zum Rassenhass aufrufe. In einem bereits vor dem Prozess verschickten "Mémoire de défense" warfen Brennenstuhl und Berclaz den Freiburger Strafverfolgungsbehörden "Missbrauch der Autorität" vor. Ein Verbot wäre, so der V&J-Irrsinn, der Beweis, dass sich der Staat einer "allmächtigen Lobby" unterwerfe.
Rund ein Dutzend Sympathisanten begleiteten Berclaz und Brennenstuhl vor Gericht. Mehrere von ihnen beschimpften und beleidigten anwesende Medienvertreter. Mindestens eine Kamera wurde beschädigt.Während der Verahndlung bestätigten die beiden Vereinsverteter ihre holocaustleugnenden und antisemitischen Ansichten. Nach kurzer Beratung beschloss das Gericht die Auflösung des Vereins und die Einzeihung der Vereinsvermögen. Gegenüber tachles erklärte Brennenstuhl, dass der Verein nicht gegen das Urteil rekurieren werde.
Die V&J-Verantwortlichen haben aber ihre Zukunft bereits vorbereitet. Sie wollen ihre Aktivitäten über die Stiftung Aequitas weiterführen (Siehe Tachles, 28. Dezember 2001), die ebenfalls von V&J-Aktivisten betrieben wird. |