Erstmals soll in der Schweiz ein Verein wegen Rassismus bzw. Holocaust-Leugnung aufgelöst werden. Es ist die in Châtel-Saint-Denis FR domizilierte "Association Vérité et Justice". Dieser Zusammenschluss der Schweizer Holocaust-Leugner wird präsidiert von Jürgen Graf, der sich der Strafverbüssung (15 Monate Gefängnis wegen Leugnung des Holocaust) durch Flucht ins Ausland entzog. Als Vizepräsident wirkt Philippe Brennenstuhl und als Sekretär amtet René-Louis Berclaz, letzerer bereits wegen Holocaust-Leugnung vorbestraft. Das Verbotsverfahren leitete die Freiburger Staatsanwältin Anne Colliard bereits Ende Oktober ein. Mitte November ordnete das angerufene Zivilgericht des Bezirks Veveyse dann die vorläufige Sperrung der Konten des Vereins und der privaten Konten Berclaz' an. An einer ersten Gerichtsverhandlung Anfang Dezember beantragte die Verteidigung die Rückweisung des Richters, worauf der Prozess vorläufig vertagt wurde und erst im kommenden Jahr fortgesetzt werden wird. Inzwischen hat Vérité et Justice bereits Unterstützung einschlägig bekannter Rechtsaussen erhalten. In ihrem elektronisch verbreiteten Newsletter lobt die Skinhead-Organisation "Blood and Honour Romandie" den Willen und den Mut dieser Männer". In ihrer November-Nummer attackiert "Le pamphlet", herausgegeben von Claude Paschoud, die Freiburger Justiz und wirft dieser "Zynismus" und "Dummheit" vor. Wer "Berclaz und seine Freunde" kenne, könne sich schwer vorstellen, dass sich diese still zurückziehen würden.
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