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Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz, Juni 2010 |
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Bern,
30. Juni 2010 |
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Der Bundesrat
verzichtet auf eine neue Strafnorm gegen rassistische Symbole. Er
reagiert damit auf die Einwände verschiedener Teilnehmer des
Vernehmlassungsverfahrens. Er stellt insbesondere fest, dass eine
klare Definition von bekannten, weniger bekannten und unbekannten,
von neuen und zum Verwechseln ähnlichen rassistischen Symbolen
nicht möglich sei. Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus
EKR kritisiert Tage später diesen Entscheid. |
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Hakenkreuzverbot?
Nein, zivilgesellschaftliches Engagement |
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Riddes
VS, 30. Juni 2010 |
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Die Zeitung
"Le Matin" berichtet, dass der britische Holocaust-Leugner
Richard Williamson an Feiern der Pius-Bruderschaft teilnimmt. Erst
vor kurzem war Bischof Williamson von einem deutschen Gericht zu 10'000
Euro Busse verurteilt worden, weil er 2009 in einem Fernsehinterview
erklärte hatte: "Ich glaube, es gab keine Gaskammern". |
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Sempach
LU, 26. Juni 2010 |
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Erstmals seit
sieben Jahren fand die Sempach-Schlachtfeier ohne Rechtsextreme statt.
Aus dem Umfeld der Partei National Orientierter Schweizer PNOS waren
zwar zuerst Aufrufe erschienen, doch zwei Tage vor dem Anlass veröffentlichte
die PNOS-Sektion Willisau einen "Aufruf zum Nichterscheinen".
Die Rechtsextremen reagierten damit auf die Debatte über die
Beteiligung der Demokratiegegner an der vom Kanton veranstalteten
Feier. Seit 2003 liefen Rechtsextreme im offiziellen Umzug mit und
legten anschliessend einen Kranz am Gedenkstein nieder. Im vergangenen
Jahr löste eine Gegen-Kundgebung der Jungsozialisten einen personalintensiven
Polizeieinsatz und eine heftige Debatte über die Zukunft der
Feier aus. Die Kantonsregierung beschloss daraufhin, in diesem Jahr
der Schlacht ausschliesslich in einem werktäglichen Gottesdienst
zu gedenken. Einzige Aufregung der diesjährigen Sempacher Schlachtfeier:
Unbekannte sprayten in der Nacht auf Samstag auf den Gedenkstein "NO
Nazis". |
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Strassburg,
23. Juni 2010 |
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Der Europarat
zeigt sich in einer Islam-Resolution "besonders besorgt über
die jüngste Volksabstimmung in der Schweiz und fordert die Schweizer
Behörden auf, ein Moratorium in Bezug auf das Bauverbot für
Minarette zu erlassen und das Verbot so schnell wie möglich aufzuheben".
Auch die anwesenden fünf Schweizer Parlamentarier, darunter der
Waadtländer SVP-Nationalrat André Bugnon, stimmen der
Resolution zu. |
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Luzern,
2. Juni 2010 |
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Das Luzerner Amtsstatthalteramt
verurteilt die vier Musiker der Band "Amok" wegen Drohung,
öffentlicher Aufforderung zu Verbrechen/Gewalttätigkeit
und Rassendiskriminierung zu unbedingten Geldstrafen von 120 bzw.
125 Tagessätzen, einmal à 10 Franken, einmal à
30, einmal à 80 und einmal à 90. Zwei der Neonazis verstiessen
zusätzlich gegen das Waffengesetz. Die vier Musiker aus dem Umfeld
des Naziskinnetzwerkes Blood&Honour hatten im Herbst 2007 einen
Tonträger veröffentlicht, in dem sie mich beschimpften und
mir einen vorzeitigen und gewaltsamen Tod in Aussicht stellten. Zusätzlich
leugneten sie den Holocaust und riefen zur Ermordung von Männern
schwarzer Hautfarbe auf. (Eintrag
Ende Oktober 2007) |
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