|
|
  
|
 
| |
|
Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz, Juli 2010 |
| |
|
| |
|
|
| |
Röschenz SO,
25. Juli 2010 |
| |
Die Zeitung "Sonntag"
berichtet über das kürzlich erschienene Buch des katholischen
Pfarrers Franz Sabo. Er wettert gegen Einwanderer im allgemeinen und
gegen Muslime im Speziellen: "Wenn wir nicht in allernächster
Zeit der moslemischen Flutwelle Einhalt gebieten, werden wir überschwemmt."
Er äussert Verständnis für die Minarettverbotinitiative,
denn nach dem Minarett komme der Muezzin, dann die Scharia und diese
rechtfertige "Ehrenmorde, beinhaltet Zwangsehen, Beschneidungen,
das Tragen der Burka, Missachtung von Schulvorschriften, Strafen bis
hin zur Steinigung." Auch kritisiert Sabo eine höhere Geburtenrate
bei muslimischen Frauen: "Kann man so dumm sein und nicht sehen,
wohin das führt? Integration recht und gut, nur von wem? Wenn
das so weitergeht, müssen in ein paar Jahren die Einheimischen
integriert werden." |
| |
|
| |
Petit-Saconnex GE,
23. Juli 2010 |
| |
Die "Tribune de Genève"
berichtet, dass Êinwohner von Petit-Saconnex einen kleinen Flugzettel
in ihrem Briefkasten fanden, überschrieben "Nein zur Holocaust-Religion"
(Non à la religion de l'Holocauste". Weiter steht da von
"angeblichen hitlerischen Gaskammern" (prétendues
chambres à gaz hitleriennes), die eine Lüge seien und
einen "gigantischen polit-finanziellen Betrag" (une gigantesque
escroquerie politico-financière) erlaubt hätten, zu Gunsten
des Staates Israels und des "Internationalen Zionismus",
zu Lasten des deutschen und palästinensischen Volkes. Gemäss
CICAD sind gleiche Flugzettel bereits im vergangenen Winter in mehreren
Genfer Quartieren verteilt worden. |
| |
|
| |
Basel, 21. Juli
2010 |
| |
Als PNOS-Sektionspräsident
veröffentlichte Philippe Eglin im Juni 2009 den eingeklagten
Text, als Ex-Sektionspräsident steht er vor dem Strafgericht.
Knapp vier Wochen vor dem Gerichtstermin ist er von seinem Posten
zurückgetreten, wie andere PNOS-Exponenten vor ihm in gleicher
Lage. Selbstverständlich liess die Sektion verlauten, dass der
Rücktritt nichts mit Eglins Rendez-vous mit dem Richter zu tun
habe. Angeklagt war dieser für die Publikation eines Textes,
in dem er das Tagebuch der Anne Frank unter anderem als "geschichtliche
Lüge" bezeichnet hatte. Das Strafgericht verurteilt Eglin
zu 90 Tagessätzen à 120 Franken, macht 10'800 Franken
Strafe. Unmittelbar nach der Gerichtsverhandlung motzt Eglin noch
in eine Fernsehkamera, es sei «traurig für die Schweizer
Eidgenossenschaft, dass man die freie Meinung unterdrücken"
lasse. Noch gleichentags entfernt die PNOS-Sektion den inkriminierten
Text von der Homepage, das Gericht hatte ein weiteres Strafverfahren
in Aussicht gestellt. In einer Medienmitteilung schreibt die Sektion,
Eglin sei zu einer unbedingten Geldstrafe «verdonnert»
worden, weil er «von seiner Meinungsfreiheit anscheinend zu
exzessiv Gebrauch gemacht hat und es gewagt hat, die Echtheit der
Tagebücher von Anne Frank infrage zu stellen». Im weiteren
bezeichnet die Partei das Verfahren als "Farce sondergleichen"
und kündigt eine Appelation an. |
| |
Philippe
Eglin: "Dazu will ich nichts sagen" |
| |
|
| |
Beromünster
LU, 13. Juli 2010 |
| |
Anian Liebrand, Präsident
der JSVP des Kantons Luzern und PR-Chef der SVP des Kantons Luzern,
reicht gegen mich Klage ein wegen Ehrverletzung, allenfalls Verleumdung.
Dies berichtet er der Gratiszeitung "20 Minuten", wie auch
auf seiner Homepage. Anlass ist, gemäss "2O Minuten",
mein Kommentar, wonach es "gut" sei, dass Liebrand eine
Militärkarriere zuerst verwehrt worden sei. (Siehe Eintrag vom
26. April 2010). |
| |
Bericht
20 Minuten - Mit Fehler im Titel |
| |
Strafanzeige
von Anian Liebrand |
| |
Anfang Oktober 2010
stellt das Amtsstatthalteramt das Verfahren ein, nachdem Liebrand
weder die Friedensrichterin angerufen, noch den angeforderten Kostenvorschuss
geleistet hatte. |
| |
|
| |
Willisau LU, 8.
Juli 2010 |
| |
Die Luzerner Strafuntersuchungsbehörden
leiten gegen die PNOS Willisau eine Voruntersuchung ein. Diese hatte
in einer Medienmitteilung angekündigt, "im nächsten
Jahr eine Sprengfalle an der gestohlenen Sache anzubringen" ,
dies nachdem unbekannte Linke einen PNOS-Gedenkkranz, niedergelegt
am Schlachtgedenkstein, entfernt hatten. Die Rechtsextremen hatten
auch gedroht: "Weiter werden Linksaktivisten in den nächsten
Monaten im Kanton Luzern nichts zu lachen haben. Sie werden Sippenhaftung
übernehmen müssen und können sich dann bei den Tätern
persönlich bedanken." Tage später stellt das Amtsstatthalteramt
das Verfahren ein, der Tatbestand "Schrecken der Bevölkerung"
sei nicht erfüllt. |
| |
|
| |
Sempach LU, 3. Juli
2010 |
| |
Rund 200 Rechtsextremen
marschieren zum Schlachtgelände und beteiligen sich dort an einer
eigenen Schlachtfeier. Adrian Segessenmann, Exponent der Avalon Gemeinschaft,
hält eine Ansprache, die Anwesenden singen die alte Landeshymne
und legen einen Gedenkkranz nieder. Eine Gewitterfront verkürzt
die Feier. Linke Aktivisten dokumentieren den Aufmarsch durch einige
Fotos, auch entfernen sie den Gedenkkranz nach kurzer Zeit wieder.
Die PNOS-Sektion Willisau droht daraufhin mit "Sprengfallen"
und "Sippenhaftung" für Linksaktivisten. |
| >
top |
|
| |
|
| |
|
| |
|
| |
|
| |
|
|