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Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz, September 2009 |
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Kanton Luzern, Ende
September 2009 |
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Die JSVP des Kantons Luzern
präsentiert ihr Abstimmungsplakat für die Minarettverbotsinitiative.
Das Plakat zeigt die Kapellbrücke, daneben ein Minarett und den
im Wasser liegenden Wasserturm. Versehen mit dem Text: "Islamisierung
stoppen!" und "Keine Minarette im Kanton Luzern". Das
Bildsujet hat bereits vor Jahren der frühere Luzerner JSVP-Präsident
Pirmin Müller für seine muslimfeindlichen Broschüren
verwendet. |
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Altdorf UR, 16.
September 2009 |
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Das Landgericht Uri verurteilt
einen 30jährigen Berner wegen Rassendiskriminierung/Holocaust-Leugnung
zu einer bedingten Geldstrafe von 8 Tagessätzen zu 100 Franken,
sowie zu einer Busse von 200 Franken. Der Verurteilte war am 5. August
2007 auf dem Rütli beim PNOS-Aufmarsch als zweiter Redner namens
Renato nach dem Holocaust-Leugner Philippe Brennenstuhl aufgetreten.
Er begann seine Ansprache mit dem Frontistengruss "Harus".
Er kritisierte die Medien, weil sie "die Ideologie der Menschenrechte"
verbreiten würden. Weiter behauptete er, es seien die USA selbst
gewesen, die die Anschläge vom 11. September 2001 verübt
hätten. Und über die Rassismus-Strafnorm erklärte er,
sie sei installiert worden, "um eine geschichtliche Lüge
zu stützen". Auch lobte er seinen Vorredner Brennenstuhl
für seinen Kampf für die "Wahrheit". |
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Pössneck/Thüringen,
12. September 2009 |
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Zuerst war er Jungpolitiker
bei der Schweizer Freiheitspartei, dann bei der SVP, dort wurde er
im August 2005 nach einem lautstarken Auftritt beim Rechtsextremisten-Aufmarsch
auf dem Rütli ausgeschlossen. Nun tritt der 28jährige Aargauer
Pascal Trost wieder an die politische Öffentlichkeit. Allerdings
ein paar Hundert Kilometer von seinem früheren Wirken entfernt.
Nämlich in der Kleinstadt Pössneck, im deutschen Bundesland
Thüringen, am "4. Fest der Völker", organisiert
von der rechtsextremen NPD und besucht von rund 500 Personen. In einem
wenig eloquenten Kurzvortrag bezeichnet sich Pascal Trost als "Vertreter
der schweizerischen Widerstandes". Dies belegt ein Videofilmchen
auf you tube. Nach dem Untergang des "europafeindlichen Bolschewismus",
so Trost weiter, gehe der Kampf nun gegen die ebenso "europafeindlichen
Liberalisten". Trost machte damit wieder einmal deutlich: die
fundamentalen Werte "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit"
werden von rechtsextremen Sprechern abgelehnt. Tage später veröffentlicht
die PNOS Schweiz den vollständigen Redetext, den "ein Schweizer
Aktivist" gehalten habe. Den Namen von Pascal Trost erwähnt
sie allerdings nicht. Gemäss einem Bericht der Helvetischen Jugend
habe auch "ein Reisecar voller Nationalisten" aus der Schweiz
am Fest teilgenommen. |
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Stans NW, 11. September
2009 |
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Rund 30 Personen folgen
einem Aufruf des Waldstätterbundes zum Gedenken an den Einmarsch
französischer Truppen in Nidwalden, anno 1798. Der PNOS-Exponent
Dani Herger kritisiert gemäss dem Veranstaltungsbericht die "von
der französischen Revolution so hoch gelobte 'Freiheit, Gleichheit,
Brüderlichkeit' (...) und zeigte in ihm den Ursprung des vernichtenden
Liberalismus und die darausfolgende "falsche Toleranz"."
Nach den Ansprachen laben sich die Teilnehmer bei Bier, Met und Wurst. |
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