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Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz, Mai 2009 |
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Genf, 30. Mai 2009 |
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Mitglieder der Jeunesses
Identitaires Genève hängen ein Transparent an das Portal
der algerischen Botschaft mit dem Text "Reprenez vos Clandestins"
(Nehmt Eure Illegalen zurück). In einem Comminiqué kritiisiert
die Gruppe zuerst die Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, um dann
anzufügen, dass man der algerischen Reigerung zu verstehen geben
wolle, "dass die Genfer genug hätten und es Zeit sei, die
Illegalen zurückzunehmen". |
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Nizza, 23. Mai 2009 |
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An einer Veranstaltung,
organisiert von Blog Identitaires und den lokalen Nissa Rebela, gegen
den Beitritt der Türkei zur Europäischen Union EU, tritt
auch der Genfer Jean-David Cattin auf. Cattin agitiert in Genf für
die Jeunesses Identitaires Genève. |
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Genf, 9. Mai 2009 |
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Mitglieder der Jeunesses
Identitaires Genève verteilen im Paquis-Quartier Flugblätter.
Seit Wochen steht das Quartier, in dem sich der Handel illegaler Drogen
zentriert, im Mittelpunkt politischer Vorstösse von rechtsbürgerlichen
Parteien. In hrem Flugblatt fordern die Jeunesses identitaires: "LEXPULSION
IMMÉDIATE DE TOUS
LES DÉLINQUANTS ET CRIMINELS ÉTRANGERS !" |
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Köln, 9. Mai
2009 |
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Am Anti-Islamisierungskongress
hält die Schweizer Pfarrerin Christine Dietrich, bis Ende 2008
Pfarrerin in Altdorf, eine Eröffnungsansprache und gibt dann
den "Segen". Ihr Auftritt wird anfänglich von "Nazis
raus"-Rufen unterbrochen. Sie bezeichnet die Antifa als "pathologisch
Gute". Veranstaltet wurde der Kongrss von der Vereinigung Pro
Köln. |
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Moskau, Anfang Mai
2009 |
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Der Schweizer Holocaust-Leugner
Jürgen Graf, der sich einer Gefängnisstrafe durch Flucht
entzog, hat sich einen neuen Gegner vorgenommen: Den Briten David
Irving, der in vergangenen Jahren selbst als Holocaust-Leugner auftrat
und dafür auch in Österreich im Knast sass. Irving sei,
so Graf in einem auf seiner Homepage publizierten Text, "völlig
unmoralisch" und sei bereit alles Mögliche zu sagen, wenn
er glaube, dass es seiner Karriere dienlich sei. Anlass für Grafs
Abrechnung mit Irving ist dessen angekündigtes Buch über
Heinrich Himmler, das noch nicht veröffentlicht ist und dessen
Manuskript Graf wohl auch nicht gelesen hat. Aber Graf hat sich bereit
den Buchinhalt zusammengereimt. Irving anerkenne nun wieder, dass
während dem Zweiten Weltkrieg Millionen von Juden ermordet wurden.
Dafür aber trage Adolf Hitler keinerlei Verantwortung, doch Heinrich
Himmler, Reichsführer der Waffen-SS, habe dies hinter dem Rücken
des Führers befohlen und organisiert. Eine These, die Irving
schon früher verfochten hat. Der aus Annahmen geschöpften
Inhaltsangabe fügt Graf dann noch an: "Ich warne David Irving,
dass solche Behauptungen lediglich den Effekt haben werden, die letzten
spärlichen Reste seiner Glaubwürdigkeit zu ruinieren."
Ansonsten pflegt der Schweizer Holocaust-Leugner seinen gefestigten
Antisemitismus, in dem er mehrmals die angebliche jüdische Dominanz
in der westlichen Welt behauptet. |
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Genf, 1. Mai 2009 |
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Die
Gratiszeitung "20minutes" berichtet, dass Gendarmen und
Angehörige der städtischen Sicherheitspolizei in die Pässe
rumänischer Romas handschriftlich Eintragungen machten, wie "Bettler"
oder "Kontrolliert wegen Bettlerei", in einigen Fällen
sogar mit Ort und Datum. Gemäss Dina Bazarbachi, Präsidentin
Präsidentin des Vereins zur Wahrung der Rechte der Roma, trage
rund die Hälfte der Genfer Romas eine solchen Eintrag im Pass.
Die Praxis existiere in einzelnen Fällen bereits seit 2007. In
den Pass einer Frauen hätten ein Polizist gar vermerkt, "bösartig
und unverschämt" (méchante et insolente). Genfer
Polizisten sind in den vergangenen Jahren mehrmals durch rassistische
Verhaltensweisen aufgefallen. Justizdirektor Laurent Moutinot erkärt
umgehend: Was sich die Polizisten geleistet hätten, sei «völlig
unzulässig und illegal». Es verstehe sich von selber, dass
die Stadt für neue Pässe aufkomme. |
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