Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz, Juni 2008
   
 
  Sempach, 28. Juni 2008
  Rund 220 RechtsextremistInnen nehmen an der Sempacher Schlachtfeier teil, sie stellen damit knapp einen Viertel der BesucherInnen. Es ist der grösste Aufmarsch, seit die Szene zur Teilnahme an der Veranstaltung aufruft. Wenige Minuten nach dem offiziellen Festakt starten die Rechtsextremen die Niederlegung zweier Kränze. Ein PNOS-Exponent hält eine kurze Rede, die Versammelten singen die alte Schweizerhymne. Die Schlachtfeier wird vom Kanton Luzern organisiert. Bereits im Vorfeld meinten mehrere Kantonsvertreter, solange die Rechtsextremen nicht sörten, würden sie nicht als Problem angesehen. Tage später erklärt der PNOS-Sprecher Renato Bachmann gegenüber einer Gratiszeitung: "Im Gegensatz zum Rütli können wir in Sempach ungehindert demonstrieren." Und weiter: "Die PNOS marschiert vermehrt an solchen ländlichen Heldenfeiern auf, weil die Städte unsere Kundgebungen fast immer verbieten."Wie bereits in den vergangenen Jahren treffen sich die Rechtsexremen nach der Schlachtfeier zu einem Fest. Am Abend spielt die Band "Indiziert" vor rund 100 Anwesenden.
  220 Neonazis besuchten Schlachtfeier
  Winkelried: Nach vierhundert Jahren war er endlich fertig
  Luzerner Kantonsrat: Anfrage der Fraktion der Grünen
   
  Marktheidenfeld/Deutschland, 14. Juni 2008
  An einer rechtsextremen Demonstration gegen Polizeigewalt und Repression tritt auch eine Schweizer Musikgruppe auf. Sie nennt sich Vargr I Veum, es ist der erste bekanntgewordene Auftritt der Band. Mitglieder der hammerskinnahen Band "Dissens" hatte das Entstehen dieser neuen Gruppe bereits im Frühling 2006 angekündigt.
   
  Genf, 23. Juni 2008
  Die Gratiszeitung "Le Matin Bleu" berichtet von einer neugegründeten Neonazi-Gruppe, die seit September vergangenen Jahres aktiv sei. Sie nennt sich "Nationalsocialistes suisses (NSS)", hat bereits zwei Nummern ihres Zines "Wotan's Krieger" veröffentlicht. In einem Video posieren NSS-Mitglieder einerseits als Schützen in einem Schiessstand, andererseits teilweise bewaffnet auf einem Parkplatz.
   
   
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