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Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz, Dezember 2008 |
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Glarus, 17. Dezember
2008 |
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Vor dem Kantonsgericht
erscheinen zwei Rechtsexremisten, die im Juni 2007 mitbeteiligt waren
am Angriff am eine Demonstration der Jungsozialisten. Im Gegensatz
zu den anderen ermittelten Angreifer bestritten sie den Vorwurf der
Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte. Die Zivilpolizisten
seien nicht als solche erkennbar gewesen. Die Verhandlung ergibt auch,
dass ein 21jähriger Automechaniker aus dem Kanton Zürich
auf dem Weg zu einer Offizierskarriere war. Bei einer Hausdurchsuchung
findet man bei ihm eine Hakenkreuzfahne. Er bestätigt auch seine
Teilnahme an "Trauermärschen in Deutschland". Der Staatsanwalt
fordert für beide eine Strafe von 12 Wochen Freiheitsstrafe,
bedingt auf vier Jahre und 1000 Franken Busse, sowie den Vollzug der
Vorstrafen. Das Urteil wird später veröffentlicht. |
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Basel/Bern, 15.
Dezember 2008 |
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Im Abstimmungsbüchlein
zur Ausweitung der Personenfreizügigkeit auf Bulgarien und Rumänien
wird auf die Homepage des Holocaust-Leugners und "Recht+Freiheit"-Verlegers
Ernst Indlekofer verwiesen. Indlekofer hat einen gesetzlichen Anspruch,
da er rund 1'500 beglaubigte Unterschriften für das Referenduum
abgeliefert hat. |
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Kradolf TG, 13.
Dezember 2008 |
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Rund 50 Rechtsextremisten
treffen sich zu einem Konzert. DieThurgauer Kantonspolizei erklärt
später, dass sie die Ankommenden kontrolliert habe, doch keine
Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm festgestellt habe. Weiter
berichtet sie, dass dieVeranstaltung vom "Patriotischen Ostflügel"
organisiert worden sei und die Anwesenden aus dem Umfeld der Hammerskins
stammen würden. Anlass des Konzertes ist die CD-Taufe der Band
Vargr I Veum. Gemäss einen Konzertbesucher tritt noch die Gruppe
Untergrundwehr auf. Die ebenfalls angekündigte deutsche Band
White Voice sei nicht aufgetreten, da dem Gitarristen die Einreise
in die Schweiz verwehrt worden sei. Das Treffen findet in einem ehemaligen
Fabrikgebäude statt, in dem auch ein Moschee eingemietet ist. |
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Stans, 9. Dezember
2008 |
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Das Kantonsgericht verurteilt
einen 17jährigen Metzgerlehrling, der auf einem Videoclip die
Ermordung eines ehemaligen Lehrers dargestellt und diesen Clip dann
versandte. Das Video verbreitete sich rasch und auch der visierte
Lehrer erfuhr davon. Bei einer Hausdurchsuchung findet die Polizei
nebst Waffen und Munition, auch rechtsextreme Musik und Embleme. Auch
kann sie erstellten, dass der Metzgerlehrling sich als PNOS-Mitglied
bezeichnete. Der Lehrer erstattete Anzeige, unter anderen weil Eltern
und Drittpersonen mit der Familie des Angeschuldigten zu solidarisieren
begannen und er nicht genügend Rückhalt durch die Schulleitung
erhielt. Das Gericht verurteilt den 17jährigen zu 30 Tagessätzen
à 80 Franken, 1000 Franken Busse. |
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Bern, 7. Dezember
2008 |
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Die Zeitung "Sonntag"
berichtet, dass die Schweizer Demokraten SD mit ihrer Volksinitiatve
zur Abschaffung der Rassismus-Strafnorm gescheitert seien. Zwei Monate
vor Ablauf der Sammelfrist seien höchstens ein Drittel der notwendigen
100'000 Unterschriften zusammen. Der abgewählte SD-Nationalrat
Bernhard Hess mag den Sachverhalt gegenüber "Sonntag"
zwar nicht bestätigen, andere Parteiexponenten bestätigen
jedoch das ungenügende bisherige Sammelergebnis und das mutmassliche
Scheitern. |
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Blochers
Bauchweh ohne Folgen |
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Lausanne, 6. Dezember
2008 |
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Acht junge Männer
stören einen Schweigekundgebung für Papierlose mit Trommel,
Sirene und Megafon. Sie skandieren "Clandestins dehors¨"
und umkreisen mehrmals die Schweigenden. Tage später beansprucht
Jeunesses Identitaires Genève die Störaktion. In ihrem
Comminiqué verweisen sie auf das geänderte Asylrecht,
das durchgesetzt werden müsse, auch dokumentieren sie die Aktion
mit einem Videoclip. |
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Aarau, 3. Dezember
2008 |
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Der "Tagesanzeiger"
berichtet, dass Ende Januar 2009 die fünf Vorstandsmitglieder
der Partei National Orientierter Schweizer PNOS vor dem Bezirksgericht
Aarau erscheinen müssen, angeklagt der Widerhandlung gegen die
Rassismus-Strafnorm, weil sie das 20-Punkte-Parteiprogramm auf der
Homepage verbreitet hatten. In diesen Programm steht in Punkt vier:
"Ein gesunder Staat vertritt die Rechte seines Volkes und nicht,
wie heute, die Interessen von Randgruppen oder fremden Eindringlingen.
Dass es soweit gekommen ist, verdanken wir dem Irrtum, jeder Mensch
müsse in jedem Land der Erde die gleichen Rechte haben."
Und der Punkt 7 verlangt die "Rückführung kulturfremder
Ausländer". Die fünf Angeschuldigten waren im Herbst
2007 vom Untersuchungsrichter zu teils unbedingten, teils bedingten
Tagessätzen verurteilt worden, doch haben sie alle gegen dieses
Urteil appelliert. Die PNOS hatte damals auf ihrer Homepage angekündigt,
dass "ein Urteil des Bundesgerichtes in dieser Hinsicht"
noch ausstehe. Adrian Spring, Denise Friedrich, Michael Haldimann
und Dominic Bannholzer sind weiter angeklagt einen Taschenkalender
angeboten zu haben, in der die Kippa dem Gesslerhut gleichgestellt
wird. Adrian Spring wird auch der üblen Nachrede beschudigt,
nachdem er geschrieben hatte: "Die Strassenschläger aus
dem Dunstkreis der ebenfalls antretender Parteien wie Juso und PdA
...". Und Michael Haldimann muss sich noch für einen rassistischen
Blogeintrag verantworten, in dem er sich - gestützt auf einen
österreichischen Naziideologen - über "Neger"
und ihre "Geschlechtskraft" ausgelassen hatte. |
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