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Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz, August 2008 |
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Zürich, 28.
August 2008 |
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Das Zürcher Obergericht
weist ein Verfahren gegen Erwin Kessler an das Bezirkgericht Bülachzur
Neubeurteilung zurück. Kessler, Präsident des Vereins gegen
Tierfabriken VgT, wird auch der Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm
beschuldigt. |
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Erwin
Kessler: Zum vierten Mal am Start |
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Genf, 20. August
2008 |
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Die Westschweizer Organisation
Coordination intercommunautaire contre l'antisémitisme et la
Diffamation CICAD meldet, dass eine "neue Neonazi-Gruppe"
eine antisemitische Internet-Site ins Netz gestellt habe. Die Gruppe
ist allerdings bereits seit längerem aktiv und verbreitet eine
radikale nationalsozialistisches Gedankengut, das sich gegen Christen,
Juden und Muslime richtet. Nach einigen Medienberichten verschwindet
die Homepage schnell wieder vom Netz. |
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Für
Hitler und das Heidentum |
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Rütli, 9. August
2008 |
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Der "Sonntagsblick"
berichtet, dass der Urner Staatsanwalt einen 29jährigen Schweizer
wegen mehrfacher Rassendiskriminierung zu einer bedingten Gefängnisstraafe
von zehn Tagessätzen à 100 Franken und zu einer Busse
von 200 Franken verurteilt hat. Das Verfahren ausgelöst hatten
Recherchen der "Sonntagszeitung", wonach der Redner "Renato"
bei seiner Rede an der unbewilligten PNOS-Rütlifeier (5. August
2007) wohl den Holocaust geleugnet habe, da er behauptet hatte, die
Rassismus-Strafnorm sei eingeführt worden, "um eine geschichtliche
Lüge zu stützen und dem Schweizer das Aussprechen der Wahrheit
zu verbieten.» Weiter hatte "Renato" den Holocaust-Leugner
Philipp Brennenstuhl für seinen "Kampf um die Wahrheit"
gelobt. Die PNOS-Sektion Willisau hatte die Rede später auf ihrer
Homepage veröffentlicht. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Die Rede ist weiterhin im Netz, nur die beiden Worte "geschichtliche
Lüge" sind durch Sternchen ersetzt worden. |
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Langenthal BE, 7.
August 2008 |
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Die Tageszeitung "Der
Bund" berichtet, dass die Partei National Orientierter Schweizer
PNOS sich an den kommenden Gemeinderatswahlen beteiligen wird. Unklar
ist zur Zeit noch, ob der bisherige PNOS-Vertreter Tobias Hirschi
wieder antreteten wird. Er hat in seiner bald vierjährigen Tätigkeit
politisch nur wenig bewegt. Oder wie es "Der Bund" ausdrückt:
"Dicke Stricke hat Hirschi (...) nicht zerrissen. Er wird als
unbedarft und politisch harmlos beschrieben." |
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Rütli, 3. August
2008 |
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Üeber 300 Rechtsextremisten
treffen sich auf dem Rütli zu einer eigenen "Nationalfeier",
nachdem ihr jährlicher 1.-August-Aufmarsch durch ein Ticketsystem
verunmöglicht worden ist. Sie folgten einem Aufruf der Partei
National Orientierter Schweizer PNOS und setzten sich über die
von der Rütlikommission der Schweizerischen Gemeinnützigen
Gesellschaft SGG erlassenen "Hausordnung", die politische
Anlässe auf dem Rütli ausdrücklich ausschliesst. Wie
im vergangenen Jahr war die SGG-Rütlikommission allerdings weder
willens noch fähig gegen den Vorstoss ihrer eigenen Regeln vorzugehen.
Wie im vergangenen Jahr hielt der Westschweizer Philippe Brennentuhl,
vorbestraft wegen Leugnung des Holocausts, die französischsprachige
Ansprache. Er endete mit auf einem Appell für die Abschaffung
der Rassismus-Strafnorm. Markus Martig, Vorsitzender der PNOS-Sektion
Emmental, kritisierte die "Unterwerfung der Schweizer Politik
unter die Interessen der Wirtschaft und des Internationalismus". |
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Bern-Bümpliz,
2. August 2008 |
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Rund 250 Leute besuchen
ein Konzert der rechtsextemen Band "Indiziert". Als Vorgruppe
spielt die Schweizer Band "Amok" auf, die in ihren Liedern
den Holocaust leugnet und zur Tötung von Schwarzen und des Verfassers
dieser Zeilen aufruft. Den Veranstaltern war es mit verschleiernden
Angaben gelungen, einen Saal zu mieten. |
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