Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz, Juli 2007
   
 
 
Sursee LU, 31. Juli 2007
In einem Wald in der Nähe von Sursee spielt die rechtsextreme Band "Indiziert". Es sei ein "würdiges 1. August-Konzert" gewesen, erklärt die Band auf ihrer Homepage. Die Luzerner Kantonspolizei berichtet nicht über den rechtsextremen Anlass.
 
In der Nähe von Nyon VD, 28. Juli 2007
Auf ihrer Homepage berichtet die Band Indiziert, dass "freie Aktivisten aus der Romandie" ein Konzert veranstaltet hätten, dass in einer Gemeindehalle stattgefunden habe. Aufgetreten sind drei Bands, Indiziert aus der Schweiz, Legion of Thor und Natural Born Haters aus Deutschland.
 
Welschenrohr SO, 21. Juli 2007
In einer Waldhütte feiern rund dreissig Anwesende die Gründung des Kampfbund Nationaler Aktivistinnen KNA. Präsidentin ist die PNOS-Exponentin Denise Friedrich. In ihrem Konzept erklärt die KNA, die Völker in Europa sähen "sich mit einer Zersetzung der Volksgemeinschaft und längerfristig einem Volkstod konfrontiert". Auch müsse "der Gleichmacherei der Geschlechter Einhalt geboten" werden.
 
Lugano, 18. Juli 2007
Der ehemalige SVP-Grossrat Roger Etter, verurteilt wegen Mordversuches und Veruntreung zu elf Jahren Zuchthaus, tritt in den Hungerstreik. Etter hatte im Februar 2003 auf einen befreundeten Bauunternehmer geschossen, um eine Millionen-Veruntreuung zu vertuschen. Etter war auch bekannt geworden, dass er Anfang 1997 gleich zweimal in der Zeitschrift «Die Kameradschaft», herausgegeben von Ehemaligen der Waffen-SS, inserierte und sich dort als Gleichgesinnter und Sammler von Nazikunst outete.
 
Dettighofen TG, 1. Juli 2007
Willy Schmidhauser, Präsident der Schweizer Demokraten Thurgau, veröffentlicht einen Text in der SD-Parteizeitung, überschrieben "Darum dürfen wir Muslime gar nie einbürgern ...". Er kommt zum Schluss: "Wir dürfen auf keinen Fall Moslems einbürgern: Tun wirs doch, tickt die Zeitbombe. Unser Land wird nicht wieder zu erkennen sein! Kampf, Terror und Mord werden den Alltag dominieren."