Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz, Januar 2007
 
   
 
 
Aarau, 28. Januar 2007
Ein 25jähriger indischer Austauschstudent begegnet auf dem Weg zum Bahnhof einem Trupp in Zweierkolonne marschierender Naziskinheads. Diese stürzen sich auf den Inder, traktieren ihn mit Faust- und Knüppelschlägen. Das Opfer meldet sich daraufhin bei seinen Gastgebern, die den Angriff bei der Polizei meldet.
 
Thun, 28. Januar 2007
Gegen drei Uhr morgens greifen rund ein halbes Dutzend Naziskinheads eine Gruppe junger Erwachsener an, zuerst einen 22jährigen Schweizer schwarzer Hautfarbe, dem sie die Hautfarbe und die "Anwesenheit in der Schweiz" vorwerfen. Später greifen die Skins die ganze Gruppe an, mehrere der Angegriffenen erleiden Verletzungen. Als die Polizei eintrifft, sind die Angreifer verschwunden.
 
Kanton Zürich, 27. Januar 2007
An einem (noch) unbekannten Ort feiern Rechtsextremisten in einer Waldhütte den Jahrestag der Machtübergabe an Adolf Hitler und der NSDAP (30. Januar 1933). Gemäss Eintrag in einem einschlägigen Forum waren auch Leute aus Deuschland und Österreich anwesend.
 
Vorderthal SZ, Mitte Januar 2007
Bernhard Diethelm, Vorstandsmitglied SVP Wägital, veröffentlicht im "March-Anzeiger" einen Leserbrief, in dem er zuerst die hohen Kosten für die Rütli-Feier kritisiert, wie auch die Pläne, auf den 1. August 2007 Frauen einzuladen. Dann lobt er auch den Holocaust-Leuger Philippe Brennenstuhl und dessen Strafklage gegen Regierungsrat Alois Christen wegen Freiheitsberaubung, Amtsmissbrauch und Nötigung, weil Christen das Rechte jeden Schweizers eingeschränkt habe, aufs Rütli zu gehen. Auch lobt Diethlem Brennenstuhl Pamplet "Der Verrat - 1. August 2006".
 
Interlaken BE, 09. Januar 2007
Die "Berner Zeitung" macht publik, dass das PNOS-Vorstandsmitglied Adrian Spring seine Ausbildung als Wachtmeister der Armee hat beenden müssen. Wenn gegen einen Kaderanwärter ein Strafverfahren wegen Rassendiskriminierung hängig sei, stelle dies seine Eignung in Frage, ausser es sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Freispruch oder eine Verfahrenseinstellung zu erwarten. Dies die Begründung von Armeechef Christophe Keckeis.
PNOS-Vorstandsmitglied darf nicht Wachtmeister werden
 
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