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Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz, März 2006 |
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Aarau, 29. März
2006 |
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Das Bezirksamt Aarau stellt
das Verfahren gegen den Holocaust-Leugner Bernhard Schaub wegen Widerhandlung
gegen die Rassismus-Strafnorm ein. Schaub hatte im vergangenen Jahr
anlässlich einer rechtsextremistischen Kundgebung zum 1. Mai
eine antisemitische Rede gehalten. Schaubs Aussagen - soweit sie rekonstruierbar
seien - stellten keine Verletzung der Menschenwürde dar. |
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Basel, 23. März
2006 |
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Das Strafgericht spricht
den Holocaust-Leugner Ernst Indlekofer frei, da das Beschleunigungsgebot
verletzt worden sei. Im Sommer 1998 hatten die Behörden gegen
Indlekofer ein Verfahren wegen Widerhandlung gegen die Rasssismus-Strafnorm
eröffnet, doch dann das Verfahren über fünf Jahre lang
liegen gelassen. |
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Lange gepennt |
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Aarau, 17. März 2006 |
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Im September 2005 veröffentlichte
Manuel Prantl in der NPD-Zeitschrift «Deutsche Stimme»
als «unser Schweizer Korrespondent und Aktivist der Partei National
Orientierter Schweizer» einen Artikel über den juristischen
Kampf, den «Gutmenschen» gegen seine Partei führen
würden. Nun hat ihn sein Arbeitgeber, der Kanton Aargau entlassen.
Man sei Prantl, der im Sommer 2003 eine Informatiker-Lehre beim Strassenverkehrsamt
angetreten hatte und der im Sommer 2005 als Informatiker angestellt
worden war, bei Internet-Recherchen auf die Spur gekommen. Dabei war
Prantl seit rund sechs Jahren öffentlich als Rechtsextremist
aufgetreten, im Februar 2002 hatte Jürg Frischknecht in einem
Tages-Anzeiger-Artikel auch den «Rechtsextremisten Manuel Prantl
in Unterseen (einst Befreiungsfront Bödeli, jetzt Aktionsgruppe)»
erwähnt und im Januar 2003 hatte die Sonntagszeitung geschrieben:
«Mit Falschmeldungen über angeblich gewalttätige Ausländer
auf seiner Website auslaendergewalt.ch hat der notorische Rechtsextremist
Manuel Prantl letzte Woche seine Hetztirade gegen Ausländer neu
lanciert.» |
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Wangen an der Aare, 15. März
2006 |
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Vor dem Einzelrichter in Aarwangen
muss sich ein 19jähriger Mann verantworten, der Ende August 2005,
zusammen mit seinem Bruder und einem Kollegen beim Bahnhof Wangen
an der Aare den Wohnwagen eines Fahrenden mit Flaschen und Steinen
angegriffen haben soll. Der Angeklagte bestreitet die Tat, doch seine
beiden Kollegen - aus Auskunftspersonen geladen - machen mehr als
widersprüchliche Aussagen. Die Kantonspolizei bezeichnet den
Angeschuldigten als «Sympathisanten der rechten Szene».
Der Einzelrichter vertagt die Gerichtsverhandlung, damit weitere Zeugen
vorgeladen werden können. |
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Binningen BL,
Burgdorf, 11. März 2006 |
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Der Binninger SVP-Einwohnerrat
Markus Trautwein wünscht einem Burgdorfer Fürsprecher, der
mehrmals Strafanzeigen wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm
einreichte, den Tod. Er schreibt: «Wenn es wirklich eine Gerechtigkeit
gibt, und das hoffe ich doch sehr, so wird Ihr und Ihresgleichen Abgang
von dieser Erde hoffentlich bald und sehr schmerzhaft und qualvoll
sein.» Ausgelöst hatte diese Verwünschung ein Artikel
des SVP-Nationalrates Ulrich Schlüer in seiner Hetzpostille «Schweizerzeit». |
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Zürich/Dornach SO, 9. März
2006 |
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Die Schweizer Holocaust-Leugner
machen sich wieder bemerkbar: der von Bernhard Schaub präsidierte
"Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust
Verfolgten (VRBHV)" hat in den vergangenen Tagen ein vierseitiges
Flugblatt versandt. Das VRBHV-Flugblatt versucht, die Ankündigung
des iranischen Staatspräsidenten Ahmadinedschad, der den Holocaust
wiederholt als «Mythos» bezeichnet hatte, propagandistisch
auszunützen. |
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Holocaust-Leugner
wieder aktiv |
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