|
|
  
|
 
| |
 |
Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz, Juni 2006 |
| |
|
| |
|
| |
| Zürich/Rütli, 25. Juni 2006 |
| Die "SonntagsZeitung"
macht bekannt, dass die von der Rütlil-Kommission und der Polizei
angekündigte staatsschützerische Überprüfung von
verdächtigen BestellerInnen von Tickes für die Bundesfeier
vom 1. August auf dem Rütli gegen den Datenschutz verstösst.
Noch Tage zuvor hatte der Polizei-Einsatzleiter Beat Hensler gegenüber
Radio DRS behauptet, die Datenschützer hätten hier nichts
zu sagen. |
| 2005:
Neue Feste braucht das Land |
| 2003:
Vergesst die Bundesfeier |
| 2000:
Lust auf schnelles Vergessen |
| |
| Beinwil AG, 24. Juni
2006 |
| Die Kantonspolizei löst
eine Veranstaltung von Rechtsextremisten auf. Sie kontrolliert 155
Anwesende, darunter 35 Frauen. Die Kontrollierten sind im Alter zwischen
16 und 33 Jahren. 127 stammen aus zehn verschiedenen Schweizer Kantonen,
zwanzig aus Deutschland und 8 aus Frankreich. Die Polizei verhaftet
den 19jährigen Organisator, der eine Scheune für eine Geburtstagsfeier
gemietet hatte. Nebst Hinderung einer Amtshandlung habe er - gemäss
der polizeilichen Medienmitteilung - massive Drohungen gegenüber
der Polizei ausgestossen. Die Polizei beschlagnahmt auch Fahnen und
diverse Tonträger. |
| |
| St. Margarethen SG,
22. Juni 2006 |
| Zwei Männer schwarzer
Hautfarbe - einer mit Schweizer Staatsangehörigkeit, einer mit
Schweizer Wohnsitz - sind auf dem Heimweg von einem Spiel der Fussball-WM.
An der Grenze seien sie, so berichtet Tage später einer der Männer
dem "Blick", von Grenzbeamten in barschem Ton angewiesen
worden, ihre Pässe zu zeigen. "Als ich guten Tag sagte,
meinte der Beamte, er grüsse, wen er wolle. Obowhl wir ihm darauf
die Ausweise gaben, mussten wir im Bahnhof St. Margarethen aussteigen."
Auf dem Perron habe dann einer der Beamten gesagt: "Ihr seid
Arschlöcher und gehört nicht in die Schweiz". Der Schweizer
Staatsangehörige macht den Grenzbeamten auf seinen Schweizer
Identitätskarte aufmerksam, daraufhin erwidert der Beamte, dass
er deswegen trotzdem noch kein Schweizer sei. Und als er den Ausweis
zurück erhalten habe, sei ihm der Beamte noch kräftig auf
den Fuss gestanden. Andreas Hitz, Kommandant des Grenzwachtkorps II,
bestreitet die Vorwürfe. Man habe die beiden Männer aus
dem Zug genommen, weil sie ihre Pässe nicht zeigen wollten. Der
Schweizer Staatsangehörige habe von den Beamten verlangt, Französisch
mit ihnen zu sprechen und gesagt, dass die afrikanische Polizei viel
anständiger sei, worauf ein Beamter erwidert habe, er solle doch
zu seinen Elefanten zurückgehen. |
| |
| Burgdorf BE, 7. Juni
2006 |
| Das Untersuchungsrichteramt
Emmental-Oberaargau verurteilt die vier Musiker der Rechtsrockband
"Indiziert" wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm
zu Bussen. Dazu bleiben, so das Untersuchungsrichteramt in einem Comminiqué,
"mehrere CDs und Textschriften" der Band beschlagnahmt und
eingezogen. Das Material war Anfang Dezember 2005 bei einer Hausdurchsuchung
im "Indizier"-Klublokal in Roggwil sichergestellt worden.
Die vier Musiker reichen gegen die Busse unverzüglich Rekurs
ein. |
| |
| |
|
|