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Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz, Juli 2006 |
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| Neuenkirch LU/Bern,
25. Juli 2006 |
| Die Antifa Bern macht publik, dass die Schweizer Hammerskins SHS
am 29. Juli ein Hammerskin-Party durchführen wollen. Die SHS
hätte den Partyraum, der abgeschieden auf einen Bauernhof gelegen
ist, bereits in den Vorjahren "als Veranstaltungsort für
ihre traditionelle Feier" genutzt. Nach Medienberichten tritt
der Veranstalter von seiner Vermietungszusage zurück. |
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| Aarau, 18. Juli 2006 |
| Die Staatsanwaltschaft
stellt das Verfahren gegen junge Rechtsextreme ein, die im Herbst
2005 auf Pausenplätzen der Bezirksschulen Reinach, Unterkulm,
Oberentfelden und Fahrwangen die "Schulhof-CD" mit rechtsextremistischen
Liedern an SchülerInnen verteilt hatten. Die Polizei hatte zwanzig
CDs beschlagnahmt und wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm
ermittelt. Staatsanwalt Daniel von Däniker erklärt gegenüber
der Nachrichtenagentur SDA, die Texte seien "haarscharf an der
Grenze". |
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| Friedrichshafen/Deutschland,
15. Juli 2006 |
| An einer neonazistischen
Kundgebung"für Meinungs- und Demonstrationsfreiheit"
beteiligen sich auch Rechtsextremisten aus der Schweiz. In einem einschlägigen
Forum schreibt ein Schweizer Teilnehmer später, es sei "ein
bisschen schwach, wenn man eine Gruppe von knapp 10 Leuten als Nationalen
Widerstand Schweiz" bezeichnen würde. Und ein anderer Schweizer
Demonstrant meint, es sei "schade, dass sich nicht mehr als ca.
20 Kameraden aus der Schweiz" beteiligt hätten. |
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| Horgen ZH, 14. Juli
2006 |
| Das Bezirksgericht Horgen
verurteilt einen 20jährigen Schweizer wegen mehrfacher Gefährdung
des Lebens zu zweieinhalb Jahren Gefängnis. Er hatte vor einem
Jahr aus 45 Meter Entfernung aus seinem Sturmgewehr neun Schüsse
auf die Wohnwagen von Fahrenden abgegeben. Der Täter gab an,
er habe "die Zigeuner erschrecken" wollen, weil er sie für
verantwortlich hielt, dass ihm beim Baden in einem in der Nähe
gelegenen Weihers zwei Tage zuvor 200 Franken entwendet worden waren. |
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| Langenthal BE, 13.
Juli 2006 |
| Gegen den geplanten Bau
eines Minaretts auf einer bereits bestehenden Moschee reichen verschiedene
Gruppen Einsprachen ein, darunter ein christliches Komitee im freikirchlichen
Umfeld, das im Minarettbau nur einen ersten Schritt für ein islamisches
Europa sieht. Auch die PNOS-Ortssektion verkündet auf ihrer Homepage,
sie werde den Minarett-Bau nicht "kampflos" hinnehmen und
ruft die EinwohnerInnen zu Einsprachen auf. Mitte Juli verteilt die
PNOS auch ein Flugblatt: In der Schweiz hätten solche "islamischen
Bauten nichts verloren". Ausserdem seien diese "ein Zeichen
der gescheiterten Integration" und würden "nur zum
Wachstum einer muslimischen Schattengesellschaft" beitragen.
Gegenüber Medien berichtet Stadtschreiber Daniel Steiner, dass
bereits verschiedene Einsprachen eingetroffen seien und sowohl bauliche
wie Gesinnungsfragen betreffen würden. Die meisten seien nicht
sehr professionell abgefasst worden. |
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| Wangen SO, 13. Juli
2006 |
| Das Solothurner Bau- und
Justizdepartement erteilt die Baubewilligung für ein sechs Meter
hohes Minarett auf einem Gewerbegebäude, das auch als Gebetsstätte
genutzt wurde. Unter anderem hält das Department fest, dass auch
eine eigentliche Moschee in einer Gewerbezone zonenkonform sei. Gegen
das im September 2005 publizierte Bauvorhaben waren mehrere Einsprachen
eingegangen, darunter eine Sammeleinsprache mit über 380 Unterschriften.
Verantwortlich für diese Eingabe ist der SVP-Exponent Rudolf
Kissling. Auch die römisch-katholische und die evangelisch-reformierte
Kirchgemeinde hatten sich gegen das Projekt gestellt. |
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