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Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz Juni 2005 |
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Sempach LU, 27. Juni 2005
An der Schlachtgedenkfeier laufen auch dieses Jahr Rechtsextremisten im offiziellen Festzug mit. Vertreter der Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) verteilen Flugblätter, in denen sie beklagen, dass die Schlachtfeier immer mehr zu einer Veranstaltung werde, bei der man den Sinn der Feier zu zu hinterfragen und abzuwerten versuche und bei der die Helden gezielt verleugnet würden. Bei der Kranzniederlegung marschieren rechtextremistische Fahnenträger auf. Die Organisatoren unternehmen nichts gegen die Einmischungen. |
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Bern, 23. Juni 2005
Der JSVP-Stadtrat Simon Glauser ereifert sich in einem parlamentarischen Vorstoss über die lebhaften Zustände bei den Wasserfontänen auf dem Bundesplatz. In einer ersten Fassung behauptet Glausser: «Offensichtlich benutzen bei heissen Temperaturen Randständige und ausländersiche Familien mit Kindern das Wasserspiel als sanitäre Anlage für ihre Ganzkörpermassage!» Über vierzig ParlamentarierInnen aus verschiedenen Fraktionen stören sich an Glauser fremdenfeindlicher Begründung und bieten diesen um Rückzug des Vorstosses. Glauser zieht daraufhin den Vorstoss zurück und reicht ihn neu an, in der er dann von «gewissen Personen und Familien mit ihren Kindern» schreibt. |
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Glarus, 11. Juni 2005
Im Kulturzentrum «Holenstein» besuchen rund 300 junge Leute ein NS-Black-Metal-Konzert. (NS steht hier für Nationalsozialismus) Angekündigt für den «Helvetischen Klangsturm» sind insgesamt fünf Bands, davon stammen zwei aus der Schweiz, nämlich «Eschenberg» und «Menegroth». Neben zwei Bands aus Frankreich soll auch die deutsche Gruppe «Absurd» auftreten. Diese geniesst in der Szene Kult-Status. Die Organisatoren hatten den Saal unter falschen Angaben gemietet. Sie sind über ein Postfach in der Zürcher Gemeinde Niederhasli erreichbar.
Gegen elf Uhr nachts beginnen etwa zwanzig bis dreissig Besucher eine Massenschlägerei, wobei mehrere Personen verletzt werden. Die Polizei stürmt das Konzertlokal und verfügt das Konzertende. Im Internet-Forum von «Blood and Honour Schweiz» wird die Schlägerei als Auseinandersetzung zwischen Hammerskinheads und Blood and Honour-Skins geschildert. |
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Oberrieden ZH, 11. Juni 2005
In einer gemeindeeigenen Hütte treffen sich Rechtsextremisten zu einem Kameradschaftsabend. |
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| Nachtrag: |
Am folgenden Samstag, 19. März demonstrieren rund 1'000 Personen gegen rechtsextreme Bedrohung. |
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Rede «Bedrohung und Gefahr» |
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Châtel-Saint-Denis FR, 1. März 2005
Das Tribunal pénal de la Veveyse verurteilt René-Louis Berclaz, Sekretär der gerichtlich aufgelösten Vereinigung der Schweizer Holocaust-Leugner, Vérité & Justice, wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm zu drei Monaten Gefängnis unbedingt. Das «Bulletin» von Vérité & Justice hatte im Juni 2003 einen Text veröffentlicht, in dem unter anderem stand: «Le Matin ne nous explique toujours pas comment se justifie le chiffre des « six millions ». Il est vrai que le journal de boulevard se rattrape en affirmant que les nazis brûlaient vifs des prisonniers dans les fours crématoires, un gros bobard qui a depuis longtemps fait long feu et dont plus personne ne parle depuis que la propagande de la police de la pensée a cru trouver dans les gazages une méthode plus effroyable encore comme moyen d’exécution de masse». Als strafbar erkannte der Richter die Formulierung, dass die Verbrennungsöffen ein «grosser Schwindel» seien. Nach der Verhandlung musste Berclaz, der zur Zeit wegen verschiedener einschlägiger Delikte eine rund einjährige Gefängnis-Strafe absitzt, zurück in einen Walliser Knast. |
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