Emmen LU, 12. März 2000
In einer Urnenabstimmung werden 48 von 56 Einbürgerungsgesuchen abgelehnt. Nur die Gesuche von EinwohnerInnen italienischer Herkunft werden angenommen. EinwohnerInnen jugoslawischer, ungarischer, türkischer und polnisch-holländischer Herkunft wird die Schweizer Staatsbürgerschaft vorenthalten. In einer Stellungsnahme erklärt Urs Ischi (SD), einer der Initianten der Initiative "Einbürgerungen vors Volk": Das Volk habe richtig entschieden und "alle Gesuche von Leuten abgelehnt, die nicht unserer zentraleuropäischen Mentalität entsprechen". Die Einbürgerungsverweigerungen erreichen weltweite Beachtung. In einer Stellungnahme erklärt der Bundesrat, dass vor dem Hintergrund der UNO-Rassismuskonvention das Abstimmungsresultat "als problematisch bezeichnet werden" müsse. "Es könnte als Rassendiskriminierung ausgelegt werden."
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