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Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz März 2002
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Grenchen SO, 31. März 2002.
Die Polizei vermutet Skinheads hinter einer randalierenden Gruppe,
die in der Nacht auf Ostersonntag in Grenchen auf dem Flughafengelände
beträchtlichen Schaden angerichtet und ein Zigeunercamp mit
Steinen beworfen hat. Bei diesem Angriff seien vier Wohnwagen und
zwei Autos beschädigt worden. Gemäss Zeugenaussagen könnte
es sich bei der Täterschaft um eine rund zwölfköpfige
Gruppe von möglicherweise Skinheads gehandelt haben. Sie sollen
zur fraglichen Zeit von Arch BE her grölend via Flugplatz Richtung
Stadtzentrum marschiert sein.
Ergänzung von Anfang Juni 2002:
Die Solothurner Kantonspolizei meldet, dass sie drei junge Schweizer
aus rechtsextremistischen Zusammenhängen verhaftet habe, die
drei Männer seien jedoch nur teilweise geständig.
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Biberstein AG, 29. März
2002.
Die Aargauer Kantonspolizei kontrolliert bei einer Feuerstelle ein
Treffen von Skinheads.
Medienmitteilung der Kantonspolizei Aargau: "Ueber die Mittagszeit
kontrollierte die Kantonspolizei bei der Feuerstelle "oberer
Berg" insgesamt 19 Personen, darunter 4 Frauen. Es handelte sich
dabei um der Polizei bekannte Skinhead aus den Bezirken Aarau, Bremgarten,
Kulm, Laufenburg und Lenzburg, die friedlich gegrillt haben. Am 29.
März 2002, um 10:30 Uhr, traf in der Einsatzzentrale die Meldung
ein, dass sich bei der Feuerstelle "oberer Berg" in Biberstein
- wie schon an Ostern 2001 - wieder Rechtsextreme aufhalten würden.
Bei der Kontrolle sämtlicher Fahrzeuge konnten weder rechtsextreme
Symbole noch Waffen (Schlagstöcke) gefunden werden. Die Anwesenden
verhielten sich ruhig und haben sich in keiner Weise strafbar gemacht."
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Zürich, 28. März
2002.
In einem Interview mit der WochenZeitung erwähnt der Schriftsteller
Charles Lewinsky, dass er einst aus antisemitischen Gründen in
Zürich nicht das Gymnasium besuchen konnte und deshalb jeden
Tag mit dem Zug an die Kantonsschule Luzern fahren musste. Zürich
ab 6.20 Uhr. |
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Luzern, 27. März 2002.
Der Regierungsrat lehnt Beschwerden von mehreren Einbürgerungswilligen
ab, die im März 2000 in Emmen durch Volksabstimmung abgelehnt
wurden. Der Regierungsrat behauptet, die Verletzung des Diskriminierungsverbotes
lasse sich nicht "ohne jeden Zweifel" nachweisen. Peter
Wicki, Anwalt der BeschwerdeführerInnen, kommentiert den Entscheid
in einem Interview: "Und wenn der Regierungsrat die Anforderungen
an den Beweis nun auf ein derart hohes Niveau hinaufschraubt, bedeutet
das, dass das Diskriminierungsverbot bei einer Einbürgerung ausser
Kraft gesetzt wird." (WochenZeitung Luzern, 28. März 2002)
Unklar ist noch, ob die abgewiesenen Einbürgerungswilligen die
Ablehnung vor Bundesgericht anfechten wollen. |
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St. Gallen, 20. März
2002.
Vier Skinheads, darunter Pascal Lobsiger, müssen sich vor dem
Bezirksgericht St. Gallen verantworten. Sie waren Ende August 2000
mitbeteiligt an Auseinandersetzungen mit Schwarzen, nachdem Lobsiger
zusammen mit einem Mittäter einen Schwarzen niedergeschlagen
hatte. Vor Gericht behauptet Pascal Lobsiger einmal mehr, er stehe
zwar noch rechts, aber habe mit dem "Nazi-Zeugs" nicht mehr
zu tun. So wie er es bereits früher getan hatte. (Siehe: Die
Scheinheiligkeit danach) Das Gericht verurteilt Lobsiger zu sechs
Monaten Gefängnis unbedingt. Eine Strafe, die er in Halbgefangenschaft
absitzen kann. Ein weiterer Skinhead erhielt eine unbedingte Gefängnisstrafe,
ein dritter eine bedingte. Auch ein Opfer erhält eine bedingte
Gefängnisstrafe von drei Tagen. Lobsiger und ein Mittäter
rekurieren gegen das Urteil. |
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Weitere Links zu Pascal
Lobsiger:
- 56 Skinheads überfallen Musikfestival
-
Gefängnis unbedingt für Lobsiger und einen Metzger |
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Kanton Aargau, 18. März
2002
Die Kantonspolizei nimmt drei weitere Skinheads in Untersuchungshaft.
Sie werden verdächtigt, am Angriff vom Samstag gegen zwei türkischstämmige
Jugendliche in Klingnau beteiligt gewesen zu sein. |
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Bern, 18. März 2002
An einer Medienkonferenz verlangen verschiedene Organisationen, dass
die Schweiz den Völkermord an den ArmenierInnen anerkenne. |
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Klingnau AG, 16. März
2002
Skinheads greifen zwei Jugendliche türkischer Nationalität
an und verletzen einen von ihnen schwer. Nur die rasche Einlieferung
durch eine Privatperson rettet dem Opfer das Leben, da es sonst verblutet
wäre.
Nachtrag:
Laufenburg AG, 17. März 2002.
Ein 19jähriger Skinhead stellt sich der Polizei und gesteht die
Tatbeteiligung, am Angriff auf zwei türkische Jugendliche in
Klingnau AG. Er wird umgehend in Untersuchungshaft genommen. |
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Toggenburg/Kanton St.Gallen,
16. März 2002
Die Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) veranstaltet einen
Vortragsabend. Gemäss einem Bericht von Gaston-Armand Amaudruz'
"Courrier du continent" spricht Ahmed Huber über die
Notwendigkeit die Immigration zu bekämpfen und die Einbürgerungen
einzuschränken. Weiter referiert Roger Wüthrich über
die Rassismus-Strafnorm und die Menschenrechte. Als dritter Redner
trittt Bernhard Schaub auf. |
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Genf, 14. März 2002
Das UNO-Komitee gegen Rassendiskriminierung ist besorgt über
die Behandlung einiger Minderheiten in der Schweiz. Das Gremium erwähnt
insbesondere Fälle von missbräuchlicher Polizeigewalt sowie
Gewalt gegen Ausländer in Haft oder während der Ausschaffungs.
Das Komitee ist auch besorgt über die Ausländerfeindlichkeit,
wie sin in Einbürgerungsabstimmungen zum Ausdruck kommen. |
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Köniz BE, 9. März
2002
Kurz nach Mitternacht greifen mehrere Skinheads, bewaffnet mit Baseballschlägern
und Flaschen, beim Bahnhof fünf junge Männer an. Sie verletzen
mindestens zwei der Angegriffenen, ein 26jähriger erleidet Risse
in der Schädeldecke. Den anderen Angegriffenen gelingt es das
schwer verletzte Opfer in Sicherheit zu bringen. Die avisierte Polizei
erscheint zwar vor Ort, doch kein Beamter hält es für nötig,
einen Ambulanzwagen zu rufen. Der Mann wird daraufhin in einem Privatwagen
ins Spital gefahren, wo er mehrere Tage bleiben muss. |
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Châtel-Saint-Denis
FR, 6. März 2002
Das Bezirksgericht löst den Verein "Vérité
et Justice", den Zusammenschluss der Schweizer Holocaust-Leugner,
auf und ordnet auch die Einziehung des Vereinsvermögens an. Mehrere
Vereinssympathisanten bedrohen Fotografen und Journalisten und machen
auch eine Fernsehkamera unbrauchbar. |
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Kanton Schwyz, 3. März
2002
In sechs verschiedenen Gemeinden des Kantons werden an der Urne 25
von 40 Einbürgerungsgesuchen abgelehnt. Die Abgewiesenen stammen
vorwiegend aus der Türkei oder den verschiedenen Ländern
des ehemaligen Jugoslawien |
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