Meldungen zu Rechtsextremismus
und Rassismus in der Schweiz Juli 2002

   
 
 

Zürich, 28. Juli 2002
Die "Sonntagszeitung" macht bekannt, dass die Hammerskinheads für den 10. August an einem noch unbekannten Ort in der Schweiz zu einem grossen "Hammerfest" laden. Aufteten sollen sechs einschlägig bekannte Bands. Gewidmet ist der Anlass dem Gedenken des US-Rassisten William L. Pierce, der vor einigen Tagen verstorben ist. Opfikon ZH, 23. Juli 2002 Der "Zürcher Unterländer" berichtet, dass auf der Internet-Forumsseite der Gemeinde Opfikon rassistische Beschimpfungen gegen Menschen aus dem Balkan publiziert worden seien. "Schmeisst sie endlich raus", sei noch eines der harmlosesten Beispiele gewesen. Nach den Hinweisen des recherchierenden Journalisten löscht der Stadtrat die Diskussion. Vorwand für die Eintragungen war ein Beziehungskonflikt, in dessen Verlauf zuerst ein junger Mann albanischer Herkunft von einem Mann jugoslawischer Nationalität erschossen wurde, worauf der Vater, der die Tötung seines Sohnes beobachtet hatte, den Täter ebenfalls tötete.

   
  Berner Oberland, 20. Juli 2002
Auf ihrer Homepage kündigt die Nationale Partei Schweiz (NPS) an, dass sie ihre "Hauptversammlung" an diesem Samstag an einem noch unbekannten Ort im Berner Oberland durchführen wird; "mit Nachtessen und anschliessendem Balladenabend". Am 16. Juli 2002 meldet die NPS: "Die Hauptversammlung vom 20.07.2002 wurde aus politischen Gründen auf den 24.08.2002 verschoben."
   
  Bremgarten AG, 19. Juli 2002
Die Aargauer Kantonspolizei meldet, dass sie die Täter des Angriffes vom vergangenen Wochenende gefasst habe und diese geständig seien. Es handelt sich um neun Männer zwischen 16 und 22 Jahren. Sie stammen aus den Bezirken Baden und Kulm. Unter anderem erklären die Täter, sie hätten den 41jährigen Mann zusammengeschlagen, weil dieser lange Haare trug.
   
  Tuttwil TG/Solothurn, 16. Juli 2002
Am Dienstag dieser Woche kündigte der 31jährige Medienunternehmer Christian Riesen, Solothurn an, er habe eine "Gruppe" zur Rettung von Kesslers Initiative gegründet. Das ehemalige Berner JSVP-Vorstandsmitglied Christian Riesen hat bereits Erfahrung mit einer gescheiterten Volksinitiative. Im Frühling 1997 wollte er - zusammen mit einem Mitstreiter - ein eidgenössisches Volksbegehren für die Wiedereinführung der "Todestrafe für Mörder" lancieren. Angesichts des massiven öffentlichen Widerstandes - auch aus den Reihen der SVP - scheiterte das Vorhaben noch vor Beginn der Unterschriftensammlung. Auch damals hatte Riesen behauptet, die notwendigen Unterschriften locker beschaffen zu können.
   
  Bremgarten AG, 13. Juli 2002
Morgens kurz nach drei Uhr versuchen rund zehn Skinheads in das Kulturzentrum Bremgarten (Kuzeb) einzudringen, auch werfen sie Steine gegen das Gebäude. Kurze Zeit später schlagen Skins in der Nähe einen 41jährigen Mann nieder.
   
  Hessenreuti bei Sulgen TG, 13. Juli 2002
Rund hundert Naziskins treffen sich in einem Festzelt, das auf einem privaten Grundstück steht. Die Kantonspolizei kontrolliert die Anreisenden.