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Wunsiedel/Deutschland, 17. August 2002
Am Gedenkmarsch für Rudolf Hess, einst Führerstellevertreter, nun Märtyrerfigur für Neonazis, nehmen auch Teilnehmer aus der Schweizer teil. Diese tragen mehrere Schweizerfahnen mit sich. Tage später schreibt ein PNOS-Aktivist in einem Rundbrief vom "Engagement völkischer Kräfte aus der schönen Schweiz (annähernd 40 Kameraden aus der Alpenrepublik beteiligten sich am Gedenkmarsch und werden wohl weitgehend positive Erfahrungen mit heim genommem haben)." |
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Basel und Zürich, 14. August 2002
Eine anonyme Gruppe von Rechtsextremisten ("Arbeitsgruppe 1708") gestaltet eine Sonderbeilage, die sie dem Gratisblatt "20 Minuten" heimlich beilegen wollen. |
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Bern, 14. August 2002
Der rechtsextremistischen Nationalen Partei Schweiz (NPS) gelingt es, ein ganzseitiges Inserat im lokalen Telefonbuch der Stadt Bern zu platzieren. Der Verlag räumt umgehend ein, einen Fehler begangen zu haben. In den kommenden Ausgaben wird das Inserat nicht mehr erscheinen. |
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Affoltern am Albis, 10. August 2002
Ueber tausend Naziskins aus verschiedenen europäischen Ländern besuchen das "Sommerfest", das von den Schweizer Hammerskins veranstaltet wird. Sechs einschlägig bekannte Musikgruppen treten auf, an den Verkaufsständen werden Propagandamaterial und Tonträger angeboten. |
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Eschenbach SG, 6. August 2002
In den frühen Morgenstunden werfen zwei Jugendliche einen Brandsatz gegen eine Gruppe von Asylbewerbern. Der Brandsatz verfehlt die Attackierten nur um wenige Meter. Die beiden Täter können noch in der Nacht ermittelt und verhaftet werden. |
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Basel/Bern/Rütli und Umgebung, 1. August 2002
Auch dieses Jahr begehen Schweizer Rechtsextremisten den Nationalfeiertag mit verschiedenen Feiern. An einen unbekannten Ort lädt die Nationale Partei der Schweiz (NPS). Bereits am Vorabend treffen sich auf Einladung der Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) Rechtsextremisten in Allschwil auf dem "Paradieshof", einem Demeter-Bauernhof. Gemäss einem Bericht der Zeitung "Blick" singen die Teilnehmer das "Deutschland"-Lied. Ein Redner habe den Kahlgeschorenen zugerufen: "Rassen dürfen sich nicht vermischen." In einer Stellungsnahme bestreitet die PNOS diese Darstellung, bestätigt jedoch, dass Bernhard Schaub eine Rede gehalten habe. Tage später berichtet ein Teilnehmer (Pseudonym "Freikorps"), dass Frank Rennicke ein Konzert gegeben habe.
An der traditionellen Feier auf dem Rütli nehmen rund 300 Rechtsextremisten teil. Nach der Feier marschiert eine grössere Gruppe in geschlossener Formation und mit wehenden Fahnen durch Brunnen.
Gegen acht Uhr randalieren rund zwei Dutzend jugendliche Rechtsextremisten in einem Hotel in Morschach und ziehen dann gröhlend und flaschenwerfend durch das Dorf. Gemäss einem Bericht im "Bote der Urschweiz" skandieren sie unter anderem "Sieg heil" und "Ausländer raus". Sie seien losgezogen von einem Aussichtspunkt, wo seit kurzem "Tod den Juden" hingekritzelt sei. Die Polizei kontrolliert rund zehn Randalierer. Gemäss Recherchen des "Regionaljournals Innerschweiz" stammen die jugendlichen Rechtsextremisten aus dem Schwyzer Talkessel. |